Direkt zum Inhalt springen

Termin meist am selben Tag

Hausmaus · Mus musculus

Mäusebekämpfung

Mäuse nagen an Kabeln, verunreinigen Vorräte und vermehren sich in Hohlräumen, lange bevor man sie sieht. Ein Befall endet erst dann, wenn auch die Zugänge geschlossen sind – und die sind oft nur sechs Millimeter breit.

Kurz beantwortet

Hausmäuse kommen bereits durch Spalten ab etwa sechs Millimetern ins Gebäude, das entspricht ungefähr der Dicke eines Bleistifts. Ein Weibchen bringt bis zu acht Würfe im Jahr zur Welt, die Jungtiere sind nach fünf bis sechs Wochen selbst fortpflanzungsfähig. Ein Befall wächst daher schnell und bleibt bestehen, solange Zugänge offen sind. Wie im Einzelfall vorgegangen wird, entscheidet unsere Fachkraft nach einer Prüfung vor Ort.

Grundlage: Umweltbundesamt zu Rodentiziden, Zulassungsauflagen der BAuA für Produktart 14

Sechs Millimeter genügen

Der begrenzende Faktor ist bei einer Hausmaus nicht der Körper, sondern der Schädel. Passt der Kopf durch eine Öffnung, folgt der Rest. Praktisch heißt das: Jede Spalte ab etwa sechs Millimetern ist ein möglicher Zugang. Typische Schwachstellen sind der Spalt unter Kellertüren, Rohrdurchführungen für Wasser, Gas und Elektrik, Lüftungsgitter ohne Metalleinsatz, Dehnungsfugen im Sockel und Leerrohre, die nach einer Sanierung offen geblieben sind.

Verschärft wird das durch die Kletterfähigkeit. Mäuse laufen an rauem Putz, an Fallrohren und an Efeu senkrecht nach oben. Ein Befall im zweiten Obergeschoss ist deshalb kein Widerspruch – er beginnt trotzdem fast immer im Keller oder in der Fassade. Wer nur die Etage behandelt, in der die Tiere auffallen, behandelt das Symptom.

Der Unterschied zwischen Fangen und Beseitigen

Viele Befälle werden nicht deshalb chronisch, weil die eingesetzten Mittel unwirksam wären, sondern weil die Bekämpfung zu früh endet. Solange Zugänge offen sind und in der Nachbarschaft eine Population lebt, rücken Tiere nach. Wir trennen deshalb konsequent zwei Arbeitsschritte: die Reduktion der vorhandenen Tiere und den dauerhaften Verschluss. Nur zusammen führen sie zu einem Ergebnis, das Bestand hat.

Beim Verschluss kommt es auf das Material an, und hier wird der meiste Aufwand vergeblich investiert. Bauschaum, Silikon und Gips werden durchnagt, oft innerhalb weniger Tage. Wirksam sind Edelstahlwolle in Kombination mit Mörtel, verzinktes Lochblech, Nagerbürsten in Türdichtungen und Metallmanschetten an Rohrdurchführungen. Entscheidend ist, Materialien zu verwenden, die Nagetiere nicht überwinden.

Mäuse in Zwischendecke und Vorwandinstallation

Besonders hartnäckig sind Befälle in Hohlräumen moderner Trockenbaukonstruktionen. Vorwandinstallationen im Bad, abgehängte Decken und Installationsschächte bieten geschützte Nistplätze mit direkter Verbindung über mehrere Etagen. Erreichbar sind solche Hohlräume nur an wenigen Stellen – etwa an Revisionsklappen, Durchführungen und den Anschlusspunkten zwischen den Geschossen.

Wichtig ist in diesen Fällen die Reihenfolge. Wird ein Hohlraum verschlossen, bevor die Tiere entnommen sind, verenden sie eingeschlossen im Bauteil – mit erheblicher Geruchsbelastung über Wochen. Ein Hohlraum darf deshalb erst verschlossen werden, wenn dort sicher keine Tiere mehr sind.

Was Sie sofort tun können

  • Alle Lebensmittel in feste, dicht schließende Behälter umfüllen – Papier- und Folienverpackungen sind kein Hindernis.
  • Krümel und Speisereste konsequent entfernen, auch unter und hinter Küchengeräten.
  • Tierfutter abends wegräumen; offene Näpfe sind die häufigste Futterquelle in Wohnungen.
  • Kot nicht trocken fegen oder saugen, sondern befeuchten und mit Handschuhen aufnehmen – so wird kein Staub aufgewirbelt.
  • Spalten unter Türen und an Rohrdurchführungen prüfen; hält ein Bleistift, passt auch eine Maus.
  • Keine offen ausgelegten Köder verwenden – sie sind für Kinder und Haustiere erreichbar und erschweren die fachgerechte Bekämpfung.

Nächtliche Geräusche in der Decke?

Beschreiben Sie uns kurz, was Sie hören und wo. Wir sagen Ihnen am Telefon, ob es sich um Mäuse, Marder oder Vögel handelt – und was zu tun ist. Die Einschätzung kostet nichts.

Jetzt anrufen0151 24400308

Woran Sie den Befall erkennen

  • Reiskorngroßer, 3 bis 8 mm langer schwarzer Kot, oft in Schubladen und Schränken
  • Nagespuren an Verpackungen, Kabeln, Dämmstoffen und Türzargen
  • Nistmaterial aus zernagtem Papier, Dämmwolle oder Textilien in Hohlräumen
  • Huschende Geräusche in der Nacht, Rascheln in Zwischendecken und Vorwandinstallationen
  • Stechender, ammoniakartiger Uringeruch in geschlossenen Schränken
  • Urinmale, die unter UV-Licht als leuchtende Tropfenspuren sichtbar werden
  • Angefressene Vorräte, besonders Getreideprodukte, Nüsse und Schokolade
  • Unerklärliche Ausfälle von Elektrogeräten durch angenagte Leitungen

Steckbrief

ArtHausmaus (Mus musculus), im Außenbereich auch Wald- und Rötelmaus
Körperlänge7 bis 11 cm, dazu ein etwa gleich langer Schwanz
Gewicht12 bis 30 g
Würfe pro Jahrbis zu 8, je 4 bis 8 Jungtiere
Geschlechtsreifnach 5 bis 6 Wochen
Passt durchSpalten ab etwa 6 mm
Aktionsradiusnur 3 bis 10 m um das Nest
Kot pro Tag50 bis 80 Kotkörner
Wasserbedarfgering, wird weitgehend aus der Nahrung gedeckt
Klettertan rauem Putz, Fallrohren und Efeu senkrecht nach oben

Welche Risiken bestehen

  • Übertragung von Salmonellen, Leptospiren, Hantaviren und dem Lymphozytären-Choriomeningitis-Virus
  • Kabelschäden mit Kurzschluss- und Brandgefahr, häufig in Zwischendecken und Vorwänden
  • Kontamination von Lebensmitteln durch Kot und Urin – schon kleine Mengen machen Vorräte unbrauchbar
  • Allergene aus Mäuseurin können Asthma und allergische Reaktionen auslösen
  • Durchnagte Dämmung verliert ihre Wärmedämmwirkung
  • Beanstandungen bei Lebensmittelkontrollen und in Audits

So beugen Sie vor

  • Vorräte in dicht schließenden Behältern aus Glas, Metall oder festem Kunststoff lagern
  • Türunterseiten mit Bürstendichtung versehen, besonders an Keller- und Nebeneingängen
  • Rohr- und Kabeldurchführungen mit Edelstahlwolle und Mörtel verschließen
  • Lüftungsgitter mit engmaschigem Metallgitter hinterlegen
  • Kein Tierfutter über Nacht offen stehen lassen, Näpfe abends leeren
  • Brennholz und Kartons nicht direkt an der Hauswand stapeln
  • Regelmäßig hinter Küchenmöbel und Elektrogeräte schauen – dort beginnt der Befall meist unbemerkt

Häufige Fragen

Reicht eine einzelne Mausefalle?

In aller Regel nicht. Mäuse bewegen sich in einem Radius von drei bis zehn Metern und leben in Gruppen. Wirksam ist eine hohe Fallendichte entlang der tatsächlichen Laufwege über mehrere Wochen. Eine einzelne Falle fängt oft ein Tier und erweckt den falschen Eindruck, das Problem sei gelöst.

Wie kommen Mäuse ins Haus?

Durch Spalten ab etwa sechs Millimetern: unter Türen, an Rohrdurchführungen, über Lüftungsgitter, entlang von Leerrohren, durch Risse im Sockel und über Kletterhilfen wie Efeu oder Fallrohre. Im Herbst nimmt der Zuzug deutlich zu, wenn es draußen kälter wird.

Sind Ultraschallgeräte wirksam?

Nach derzeitigem Kenntnisstand nicht dauerhaft. Mäuse gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an den Ton, und Möbel schirmen den Schall ab. Ein belastbarer Nachweis einer Vertreibungswirkung fehlt.

Müssen Vorräte weggeworfen werden?

Alles mit Nage-, Kot- oder Urinspuren gehört entsorgt. Ungeöffnete Verpackungen aus Glas oder Metall können nach gründlicher Reinigung der Außenseite weiterverwendet werden. Bei Verdacht auf Kontamination gilt im Zweifel: entsorgen.

Wie unterscheide ich Mäuse von Ratten?

Mäusekot ist 3 bis 8 mm lang und reiskorngroß, Rattenkot 1 bis 2 cm und spindelförmig. Mäuse hinterlassen kaum Schmierspuren, Ratten deutlich sichtbare fettige Streifen. Mäuse kommen ohne Trinkwasser aus, Ratten brauchen täglich Wasser.

Täglich erreichbar – auch an Wochenenden und Feiertagen.

Schädlinge im Haus oder Betrieb? Rufen Sie uns an.

Ein kurzes Telefonat genügt für eine erste Einschätzung. Wir stimmen einen Termin mit Ihnen ab – deutschlandweit, diskret und in neutralen Fahrzeugen.